Der EFF-Aktivist Peter Eckersley zeigte Schwächen bei TLS-Zertifikaten auf und schuf mit Let's Encrypt eine Alternative.
Peter Eckersley, einer der Begründer von Let's Encrypt und langjähriger Aktivist der Electronic Frontier Foundation (EFF), ist gestorben. Eckersley startete über viele Jahre zahlreiche Projekte, von denen sich viele um TLS und die Verschlüsselung im Internet drehten.
Am bekanntesten ist Eckersley für die Gründung der kostenlosen Zertifizierungsstelle Let's Encrypt, doch seine Arbeit an TLS begann viel früher. Im Jahr 2010 begann er mit SSL Observatory und deckte damit zahlreiche Probleme bei TLS-Zertifikaten auf.
Mittels eines Internet-weiten Scans über alle gültigen IPv4-Adressen sammelte das Observatory TLS-Zertifikate von Webseiten. Die Rohdaten wurden öffentlich zur Verfügung gestellt und können noch heute heruntergeladen werden. Eckersley war damit einer der ersten, der die Möglichkeit eines Internet-weiten Scans nutzte. Heute ist dies eine gängige Methode, um nach Schwachstellen im Internet zu suchen.
Jahrelange Arbeit an Verbesserungen des TLS-Zertifikatssystems
Später versuchte sich Eckersley daran, mit Sovereign Keys eine Alternative zum System der TLS-Zertifizierungsstellen zu schaffen. Ein Projekt, das letztendlich nicht weiter verfolgt wurde.
Im Jahr 2012 entwickelte Eckersley zusammen mit Alex Haldermann von der Universität Michigan ein Protokoll zur automatisierten Ausstellung von TLS-Zertifikaten. Daraus wurde letztendlich das ACME-Protokoll, das die technische Grundlage für Let's Encrypt legte.
In den letzten Jahren befasste sich Eckersley mit der Frage, welche Auswirkungen künstliche Intelligenz und Machine Learning auf die Gesellschaft haben. Er begründete hierfür das AI Objectives Institute.
Eckersley verstarb überraschend an einer erst vor wenigen Tagen festgestellten Krebserkrankung.
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