Wahlweise Raytracing oder 60 fps, dazu ein Fotomodus und weitere Extras: Golem.de hat die Complete Edition von The Witcher 3 ausprobiert.
Vor zwei Jahren erschien auf Netflix die erste Staffel von The Witcher, vor einem Jahr die zweite. Heuer wird es keine neuen Live-Action-Abenteuer mit Geralt von Riva geben - die gehen frühestens Sommer 2023 in die Fortsetzung.
Der Ersatz ist aber auch nicht übel: Das Entwicklerstudio CD Projekt Red steht vor der Veröffentlichung des Next-Gen-Upgrades für das 2015 veröffentliche The Witcher 3 Wild Hunt. Das sorgt auf Playstation 5, Xbox Series X/S und Windows-PC für etwas bessere Grafik und bringt neue Inhalte und Funktionen.
Aus technischer Sicht am interessantesten in dieser sogenannten The Witcher 3 Wild Hunt - Complete Edition ist die Möglichkeit, im Menü zwischen zwei Grafikmodi zu wählen: Raytracing und Leistung.
Im Raytracing-Modus gibt es auf Playstation 5, Xbox Series X und Windows-PC globale Illumination und Ambient Occlusion. Das sorgt zusammen für eine etwas schönere Ausleuchtung der Welt. Teils ist das sehr subtil nur auf Oberflächen zu erkennen, in manchen Szenen sind aber einzelne Objekte oder Gesichter ganz anders beleuchtet - was meist, aber nicht immer etwas besser aussieht.
Kleiner Nachteil: Beim Anspielen auf einer Playstation 5 kam uns der Raytracing-Modus nicht superflüssig vor. Echte Ruckler gab es nicht, aber ein bisschen zäh fühlte sich das Reiten, Laufen und Kämpfen doch an. Deshalb entschieden wir uns für den alternativen Leistungsmodus, der ohne Raytracing auskommt und das Spiel angenehm flüssig darstellt.
Beide Modi verwenden eine dynamische Auflösung, was uns aber nicht sichtbar aufgefallen ist. Auf beiden Konsolen kommt außerdem der Upscaler FSR 2 von AMD zum Einsatz. Auf der Xbox Series S gibt es die Wahl zwischen einem Leistungs- und einem Qualitätsmodus ohne Raytracing.
Die PC-Version bekommt ein neues Preset namens Ultra Plus. Auf Rechnern mit entsprechend kompatiblen Grafikkarten stehen die Upscaler FSR 2.1 und DLSS 3 zur Verfügung, außerdem lassen sich echte Raytracing-Schatten und -Spiegelungen aktivieren.
Weitere technische Optimierungen: Alle wichtigen Figuren inklusive Geralt von Riva werfen nun im Spiel hochaufgelöste Schatten - die gab es bislang nur in Zwischensequenzen zu sehen. Dazu kommen kleinere Nacharbeiten etwa beim Clipping von Haaren.
In der Welt werden einige Details wie die Skyline von Kaer Morhen mit mehr Polygonen dargestellt, dazu kommt ein weiterer Wettertyp: ein spezieller grauer Himmel. Auf dem Boden werden teils deutlich mehr Pflanzen dargestellt, die Texturen von Speedtree (Bäume) wurden überarbeitet.
Neben den Technik-Upgrades tut sich etwas bei den Inhalten. Im Menü lässt sich ein alternativer Kameramodus aktivieren, der näher an Geralt heranrückt und unter anderem in Kämpfen etwas dynamischer wirkt.
Es gibt Cross Progression, also plattformübergreifenden Fortschritt. Dazu muss man sich allerdings bei Gog.com anmelden. Außerdem gibt es einen Fotomodus, mit dem sich hochaufgelöste Screenshots anfertigen lassen.
Für Rittersporn, Yennefer, Triss und Ciri sowie die Nilfgaard-Soldaten gibt es ein alternatives Aussehen, so dass die Figuren wie in der Netflix-Serie auftreten - alles per Menü ein- und ausschaltbar. Dazu kommen einige größere Problemkorrekturen, die sich vor allem auf die Quests Von Ophirs fernen Gestaden und Schatzsuche: Wolfsschulenausrüstung konzentrieren.
Weitere Detailverbesserungen: Geralt trägt bei Stürzen aus großer Höhe weniger Verletzungen davon, die Weltkarte ist per Default weniger mit Symbolen überladen und die Bedienung des Kreismenüs wurde vereinfacht. Außerdem liefert CD Projekt Red viele bekannte Mods mit, darunter das HD Reworked Projekt und den Nitpicker's Patch.
Das Update für The Witcher 3 erscheint am 14. Dezember 2022 als kostenloser Download für Windows-PC, Xbox Series X/S und Playstation 5. Alle Verbesserungen laufen mit dem Basisspiel ebenso wie mit der Komplettversion (inklusive Hearts of Stone und Blood and Wine).
Die meisten der neuen Inhalte und Funktionen - inklusive Cross Progression - sollen später auch für Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch verfügbar sein. Wann es so weit ist, teilte CD Projekt Red noch nicht mit.
Fazit
Wer schon länger nach einem Grund sucht, nochmal The Witcher 3 zu spielen oder sich erstmals in Abenteuer mit Geralt von Riva zu stürzen: Das Next-Gen-Upgrade ist bis auf Weiteres die beste Gelegenheit dafür.
Wir finden die Optimierungen gelungen, allein schon der Leistungsmodus mit der höheren Bildrate ist klasse. Allerdings sollte niemand ein neues Spiel mit aktueller Optik erwarten. Die meisten Verbesserungen sieht man nur im Direktvergleich, und selbst dann muss man genau hinschauen.
Dennoch sorgen sie mit dafür, dass The Witcher 3 noch lange nicht zu den Retrogames gehört. Es bietet weiterhin eine sehenswerte Welt, fantastische Zwischensequenzen und Animationen sowie ein packendes Abenteuer mit interessanten Figuren.
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