Schon die ersten paar Monate 2023 werden für Spieler stärker als ganz 2022: Es warten Ausflüge nach Hogwarts, zu Star Wars - und viel mehr!
Wichtiger Tipp für Computerspieler: Die Spinnweben zwischen Playstation 5, Nintendo Switch, Xbox Series X und dem Gaming-PC entfernt man am einfachsten mit dem Staubsauger - nur für den Fall, dass das wegen der (von Ausnahmen abgesehen) nicht gerade spektakulären Neuerscheinungen im Jahr 2022 nötig sein sollte.
Scherz beiseite: 2023 dürfte wirklich alles besser werden. Und das nicht irgendwann, sondern ziemlich früh. Gleich im Januar 2023 erwarten uns mit Fire Emblem Engage (20. Januar) für die Switch und Forspoken (24. Januar) für PS5 und Windows-PC zwei potenzielle Hoffnungsträger.
Richtig spannend - oder eher gruselig - wird es am 27. Januar: Dann will Electronic Arts das Remake des Horrorklassikers Dead Space veröffentlichen. Darin muss der Ingenieur Isaac Clarke in einer düsteren Raumstation gegen Monster kämpfen.
Dank Frostbite-Engine sieht das vermutlich toll aus und dank eines anderen Kampfsystems macht es hoffentlich mehr Spaß als das neue, teils recht ähnliche The Callisto Protocol.
Viel Zeit für das Abenteuer bleibt nicht, denn am 10. Februar folgt das Spiel, das seit Monaten auf dem ersten Platz von fast jeder Most-Wanted-Umfrage landet: Hogwarts Legacy, der Ausflug in die Zauberschule von Harry Potter - rund 100 Jahre vor Potter allerdings.
Das zuständige Entwicklerstudio Avalanche Software hat bislang kein Weltklassespiel produziert - ob das nun mit Hogwarts Legacy klappt, das neben einer offenen Welt auch eine erwachsene Story, Zauberkräfte und Kämpfe verspricht? Gerade angesichts der enorm hohen Erwartungen könnte die Stimmung in der Community selbst bei Bugs oder kleinen Schwächen rasch ins Negative kippen.
Magie ist vermutlich nicht nötig, damit Company of Heroes 3 ein Erfolg wird. Die Vorgänger gelten als die besten Echtzeit-Strategiespiele der vergangenen paar Jahre, beim Anspielen fanden wir den dritten Teil schon ziemlich gut. Er schickt Generäle am 23. Februar in Einsätze rund ums Mittelmeer.
Skull and Bones wäre eher ein Überraschungserfolg
Kurz darauf folgt dann wieder ein aufwendig produziertes Spiel mit besonderen Erwartungen, nur sind die Vorzeichen genau anders als bei Hogwarts Legacy: Wohl kaum jemand erhofft sich besonders viel von den Seeschlachten in Skull and Bones (9. März), die in langjähriger Entwicklung mit großem Aufwand bei Ubisoft entstanden sind.
In Videos sieht es spektakulär aus, wenn die Fregatten mit geblähten Segeln durch die vom Sturm aufgepeitschten Meere fahren. Aber anstelle einer echten Handlung mit interessanten Seebären gibt es wohl nur Sammelaufträge, die sich rasch künstlich anfühlen könnten.
Ein paar Tage später können wir dann die Segel in Richtung Star Wars setzen: Am 17. März soll Jedi Survivor erscheinen. Der erste Teil war mehr oder weniger gelungen, entsprechend hoch sind die Erwartungen an die neuen Abenteuer von Cal Kestis. Für die Entwicklung ist erneut Respawn Entertainment zuständig, technische Grundlage ist die Unreal Engine 4.
Abgesehen von diesen Spielen erscheinen noch viele andere spannende Titel. Mitte Februar etwa will Kerbal Space Program 2 uns auf halbwegs glaubwürdig simulierte Art ins All schicken. Anfang März gibt es mit Wo Long Fallen Dynasty (Vorschau) ein schwieriges Angebot für Fans von Sekiro, und Ende März gibt es Grusel mit dem Remake von Resident Evil 4.
Im ersten Quartal gibt es aber auch neue Hardware - von Sony. Am 26. Januar können ambitionierte Gamer für rund 240 Euro das Eingabegerät Dualsense Edge kaufen. Der Controller bietet austauschbare Analogsticks und Pedale, dafür soll die Akkulaufzeit etwas kürzer als beim Standard-Dualsense sein.
Knapp einen Monat später bringt Sony das Virtual-Reality-Headset Playstation VR 2 für rund 600 Euro auf den Markt. Es soll leichter und komfortabler als der Vorgänger sein sowie mit weniger Kabeln auskommen - da haben wir also keinen Salat. Zum Start gibt es auch neue Spiele, der wichtigste Systemseller dürfte Horizon Call of the Mountain werden.
Was es sonst noch an neuer Hardware von den großen Herstellern geben wird, ist momentan nicht klar. Nintendo wird wohl keine neue Version der Switch veröffentlichen, möglicherweise aber den Nachfolger ankündigen.
Sony und Microsoft könnten Slim-Versionen ihrer aktuellen Geräte präsentieren und möglicherweise auch recht schnell in den Handel bringen.
Die aktuellen Versionen will nach derartigen Ankündigungen normalerweise kaum noch jemand haben, auch wenn Slim Platz und Energie sparen dürfte. Bei Sony gibt es Gerüchte über eine PS5 mit extern anschließbarem Laufwerk.
Microsoft könnte die aus Kostengründen erst mal gestrichene Spielestreaming-Xbox mit dem Projektnamen Keystone doch noch bringen - irgendwann müsste der Preis für die Komponenten schließlich ausreichend gefallen sein.
Was macht Microsoft?
Auch bei Spielen ist Microsoft übrigens der momentan größte unbekannte Faktor im Markt. Das Unternehmen hat Massen an großen Games in der Pipeline, angekündigt ist fast nichts.
Irgendwann im Lauf des Jahres 2023 sollen das in einem Vampirszenario angesiedelte Actionspiel Redfall und das im Weltraum angesiedelte Rollenspiel Starfield kommen.
Ob das klappt - unklar. Relativ sicher ist wohl der Start von Diablo 4, das wir hier frech unter der Prämisse, dass die Übernahme von Activision Blizzard klappt, in Verbindung mit Microsoft bringen. Der Höllenfürst soll am 6. Juni 2023 das Böse entfesseln.
Die Marketingabteilung von Microsoft hat versprochen, relativ früh im Jahr für Klarheit über die weiteren Pläne zu sorgen. Vermutlich handelt es sich um eine Onlinepräsentation, Details sind nicht bekannt.
Der mit Abstand wichtigste Titel von Nintendo wird The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, das am 6. Mai erscheinen soll. Außerdem hat der Konzern noch Pikmin 4 sowie ein neues Kirby (das eigentlich ein Remake ist) in petto. Trotz des für das Frühjahr angekündigten Mario-Films ist momentan kein Spiel mit dem Klempner geplant.
Es gibt ein paar Games, die relativ sicher in der zweiten Jahreshälfte erscheinen dürften. Dazu gehört wohl Assassin's Creed Mirage, das uns ins Bagdad des neunten Jahrhunderts schicken möchte. Außerdem hat Ubisoft noch ein Spiel auf Basis von Avatar mit dem Untertitel Frontiers of Pandora in der Pipeline.
Ein ganz neues Call of Duty wird es ausdrücklich nicht geben. Denkbar sind aber ein großer Multiplayer-Drop sowie eine kurze Kampagnenerweiterung für Modern Warfare 2. Sony hat, ohne weitere Details zu nennen, versprochen, dass Spider-Man 2 im Herbst erscheinen wird.
E3 & Co: Die wichtigen Messen
An Messen und Tagungen wird es voraussichtlich wieder dieselben Veranstaltungen wie vor der Coronakrise geben. Die für Entwickler gedachte Game Developers Conference (GDC) findet vom 20. bis 24. März 2023 in San Francisco statt.
Im Sommer, konkret vom 13. bis 16. Juni, gibt es wieder eine E3 - also die traditionell auf Blockbuster spezialisierte Messe in Los Angeles. Dabei soll es ein neues Konzept geben, das mehr auf Festival und weniger auf Fachveranstaltung setzt. Und vom 23. bis 27. August sehen wir uns hoffentlich in Köln auf der Gamescom.
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